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Kündigt sich Nachwuchs an, dann wird das Leben für die werdenden Eltern und die gesamte Familie aufregend. Man möchte dem Baby einen gemütlichen Platz einrichten und möglichst das Beste von sich mitgeben. Die selbstgebaute Babywiege symbolisiert diese Liebe und Geborgenheit sehr gut.

In finanzieller Hinsicht kann diese Entscheidung eine große Erleichterung bedeuten. Denn wer wirklich ein qualitativ hochwertiges Produkt kaufen möchte, welches den optischen Ansprüchen zumindest nahe kommt, muss damit rechnen einige hundert Euro zu investieren. Anders bei selbstgebauten Wiegen, hier können Massivholzmodelle bereits unter 100 Euro kosten.

Bei genügend Erfahrung sind Eigenkreationen denkbar, hinsichtlich der Stabilität und Sicherheit für das Kind sollte man sich sicher sein, alle Kriterien beachtet zu haben. Für all jene, die sich zwar den Bau einer Wiege zutrauen, jedoch nicht die entsprechende Planung, gibt es Handwerkerzeitschriften, die Schritt-für-Schritt Bauanleitungen anbieten, einige hiervon sind im Internet nachzubestellen oder können heruntergeladen werden. Sie alle liegen im Schnitt unter 10 Euro, manche sind sogar kostenlos erhältlich.

In der Regel enthalten die Baupläne Listen mit den benötigten Materialien, Angaben über Vorgehensweise und benötigtem Zeitaufwand, sowie Maschinen und Hilfsmittel. Beim Kauf sollte auf unbehandeltes Massivholz in der vorgegebenen Dicke, sowie der richtigen Oberflächenbeschaffenheit geachtet werden. Das Holz muss speichelfest sein, Kiefer und Fichte sind gut geeignet. Andere Bestandteile wie z.B. Lacke und Kleber gibt es in ökologischen Ausführungen, speziell entwickelt für Kindermöbel. Gütesiegel, wie z.B. das der Stiftung Warentest oder der blaue Engel sind gute Wegweiser für ungiftige Produkte.

Für den Bau muss man auch für wenig Geld nicht auf gute und leistungsstarke Maschinen verzichten. Während Stichsäge und Akkuschrauber sicherlich in keiner guten Heimwerkstatt fehlen sollten, sind Geräte wie spezielle Fräsen oder Schleifwerkzeuge in vielen Baumärkten mittlerweile günstig und unkompliziert entleihbar. In manchen Fällen müssen die Geräte einige Tage vor Abholung reserviert werden.

Generell ist die Planung und Vorarbeit sehr wichtig. Erst wenn alle Bestandteile vorhanden sind und der Ablauf klar ist, sollte mit dem Bau begonnen werden, um spätere Komplikationen zu vermeiden. Sauberes Arbeiten ist besonders beim Schleifen und evtl. Lackieren sehr wichtig. Das Kind darf sich später nicht verletzen können durch abstehende Kanten oder Splitter. Der Lack muss ebenmäßig aufgetragen sein, damit er später nicht abblättert oder verschluckt wird. Besonders wichtig sind die Luftlöcher in der Bodenplatte. Durch sie wird die Matratze gut durchlüftet und feuchtet nicht ein. Sie sollte gut in den Wiegenkasten passen und nicht zu weich sein, um die Gefahr des plötzlichen Kindstods zu vermeiden.